Vorbereitung auf Dein Shooting
Mach Dich nicht bekloppt.
Bleib entspannt.
Ein Fotoshooting mit Deinem Hund oder Pferd soll vor allem eines sein: eine gute gemeinsame Zeit. Du musst dafür keinen minutiösen Plan erstellen und auch Dein Tier muss vorher keinen Fotomodell-Crashkurs absolvieren.
Du kennst Dein Tier besser als jeder Fotograf. Genau deshalb ist Deine Einschätzung wichtiger als irgendeine vermeintlich perfekte Shooting-Idee.
Vorbereitung ja. Stress nein.
Natürlich gibt es ein paar Dinge, über die man sich vor einem Shooting Gedanken machen kann. Aber bitte mach daraus keine Wissenschaft.
Dein Hund muss nicht plötzlich drei neue Kommandos beherrschen. Dein Pferd braucht keine völlig neue Ausrüstung. Und Du musst auch nicht mit einem Kleiderschrank auf Rädern am Treffpunkt erscheinen.
Ein bisschen Vorbereitung hilft uns dabei, während des Shootings flexibel zu bleiben. Viel wichtiger ist aber, dass Du entspannt bleibst – denn diese Stimmung überträgt sich fast immer auch auf Dein Tier.
Kleidung
Pack Dir ruhig ein oder zwei unterschiedliche Oberteile ein. Schon eine andere Jacke, ein Pullover oder Hemd kann später deutlich mehr Abwechslung in die Bildserie bringen.
Zubehör
Unterschiedliche Halsbänder, Geschirre, Halfter oder Führstricke können sinnvoll sein. Aber auch hier gilt: lieber ein paar passende Dinge als eine komplette Ausstattungssammlung.
Lieblingssachen
Lieblingsspielzeug, Leckerchen oder etwas, womit sich Dein Tier zuverlässig motivieren lässt, dürfen gerne mitkommen. Was im Alltag funktioniert, funktioniert häufig auch beim Shooting.
Der wichtigste Punkt
Du kennst Deinen Hund am besten.
Wenn Du weißt, dass Dein Hund beim ersten Kaninchen am Horizont für die nächsten zwanzig Minuten verschwunden wäre, dann muss er für ein Foto nicht plötzlich ohne Leine laufen. Sicherheit geht immer vor.
Kein Bild ist wichtiger als Dein Tier.
Vor dem Shooting solltest Du Dir ganz realistisch überlegen, was Deinem Hund zuzutrauen ist.
Kann er sich an der Location sicher frei bewegen? Ist der Rückruf zuverlässig? Wie reagiert er auf andere Hunde, Menschen, Wild oder ungewohnte Situationen?
Wenn Du dabei Zweifel hast, arbeiten wir einfach mit einer Schleppleine. Das ist überhaupt kein Problem.
Eine Schleppleine kann bei der späteren Bildbearbeitung in vielen Aufnahmen problemlos entfernt werden. Mir ist deutlich lieber, wir haben eine Leine im Ausgangsbild, als dass wir für ein Foto ein unnötiges Risiko eingehen.
Das Gleiche gilt selbstverständlich auch für Pferde. Ob frei, am Halfter oder am Führstrick gearbeitet wird, entscheiden wir danach, was für Pferd, Mensch und Location sicher und sinnvoll ist.
Was Du mitbringen kannst
Ein paar Kleinigkeiten.
Mehr braucht es meistens nicht.
Vier Augen sehen manchmal einfach mehr als zwei.
Wenn Du jemanden hast, den Dein Hund gut kennt und dem er vertraut, darf diese Person gerne mit zum Shooting kommen.
Ein Freund, eine Freundin oder ein Familienmitglied kann unglaublich hilfreich sein: den Hund kurz halten, seine Aufmerksamkeit in eine bestimmte Richtung lenken, ihn motivieren oder einfach aufpassen, während wir fotografieren.
Gerade wenn Du selbst fotografiert wirst oder aktiv in einer Szene eingebunden bist, ist ein vertrautes Helferlein Gold wert.
Denn sobald Du neben Deinem Hund auf dem Boden sitzt oder liegst und Dich auf das Shooting konzentrierst, kannst Du natürlich nicht gleichzeitig jede Bewegung Deines Hundes im Blick behalten.
Unterstützung
Helferlein sind ausdrücklich willkommen.
Besonders bei Bewegungsbildern kann eine zweite vertraute Person sehr hilfreich sein. Sie kann Deinen Hund positionieren, motivieren oder ihn aus einiger Entfernung zu Dir schicken.
Und während ich auf dem Boden liege und durch den Sucher schaue, ist es durchaus beruhigend, wenn noch jemand die Umgebung und den Hund im Blick hat.
Gute Tierfotografie ist schließlich Teamarbeit – nur weiß das Tier davon meistens nichts.
Dein Tier muss nicht funktionieren.
Vielleicht funktioniert an diesem Tag nicht alles sofort. Vielleicht ist Dein Hund aufgeregter als sonst. Vielleicht findet Dein Pferd irgendeinen Busch am Rand plötzlich wesentlich spannender als uns beide.
Das gehört dazu.
Wir machen Pausen, verändern die Situation oder probieren etwas anderes. Ein Shooting ist keine Prüfung und niemand bekommt Punkte dafür, wie lange der Hund stillsitzen kann.
Oft entstehen gerade dann die besten Bilder, wenn der ursprüngliche Plan für ein paar Minuten vergessen wird.
Vor Deinem Shooting
Bring Dein Tier mit. Den Rest bekommen wir gemeinsam hin.
Wenn es Besonderheiten gibt, die ich vor dem Shooting wissen sollte, sag mir einfach Bescheid. Ob Schleppleine, Unsicherheit gegenüber anderen Hunden, spezielle Bedürfnisse oder besondere Wünsche – je mehr ich vorher weiß, desto entspannter können wir fotografieren.
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